Alle Jahre wieder zu Pfingsten

Das Motto des diesjährigen Heimattages „Kultur schafft Heimat und Zukunft“ steht für die weltweite siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft, die in der Föderation der Siebenbürger Sachsen mit den landsmannschaftlichen Verbänden in Rumänien, Deutschland, Österreich, Kanada und den USA zusammengefasst ist.

Wie schnell die Zeit vergeht, haben wir wieder am diesjährigen Pfingsten gemerkt. Kaum hatten wir die Trachten weggeräumt vom Umzug beim Oktoberfest 2017, mussten wir sie wieder rausholen. Mädchen- und Frauentrachten, sowie „det genait Hemd“, Kirchenrock und Stiefel wurden wieder ins Auto gepackt und auf ging's am Freitag, den 18. Mai nach Dinkelsbühl.

Auch dieses Jahr kamen etliche Neustädter die, sehr zur Freude der Wirtsleute, im „Goldenen Lamm“ übernachtet haben. Am Abend gingen wir gemeinsam ins Festzelt, um den Gastauftritt von Jürgen Drews mitzuerleben. Sein Hit „Ein Bett im Kornfeld“ ist uns noch aus der Jugend bekannt.

Am Samstag machten wir uns erst auf zur Gedenkstätte. Die Gärtnerei hatte die bepflanzte Blumenschale, die einige Tage vorher von Rosi Folberth, geb. Hill bestellt wurde, geliefert und wir brachten die Gedenkschleife seitens der HOG an. Dann durchstreiften wir die wundervolle Stadt, besuchten die vielseitigen Ausstellungen, die „Mici“-Anbieter und die Baumstritzelbäcker im Spitalhof. Lustig war es am Sportplatz, wo mehrere Bands spielten und man viele Bekannte traf.

Am Abend ging die Jugend wieder ins Festzelt, während wir „Alten“ in der Schranne das Tanzbein zu den Klängen der Siebenbürger Blaskapelle Augsburg schwangen.

Am Sonntagmorgen kamen noch viele Neustädter dazu, vor allem Jugendliche, um am Trachtenumzug mitzumachen. In den Zimmern und auf dem Hotelflur wurde es eng. Trachten wurden hin und her gereicht, und es dauerte einige Zeit bis alle die passenden Stücke gefunden und angezogen hatten.


Vor dem Hotel traf man sich in Tracht, zum Gruppenbild. 23 Neustädterinnen und Neustädter, Jung und Alt in bunter Tracht boten ein schönes Bild.

Kurz nach 10 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Bleiche, wo die Trachtenträger sich aufstellten. Nummer 67 - 83 war dieses Jahr unsere Position im Trachtenumzug. Die Burzenländer präsentierten ihre Tracht, den Schwung vom Oktoberfest 2017 in München mitnehmend, im „Block Burzenland“. Geschlossen im „Block“ in Trachtengruppen mit drei Blaskapellen konnte man die Familien mit Kindern im Bollerwagen, die Mädchen in blauer Tracht, die Jugendlichen in Flachstracht, in cremefarbenen Tracht, mit und ohne Borten, die Frauen in Frauentracht, Männer im „genaiten Hemd“ und Männer im Kirchenrock bewundern und bestaunen. Der „Block Burzenland“ war riesengroß. Leider konnten wir bis Dato die genaue Anzahl der Teilnehmer nicht erfahren. Ihr Auftritt war gigantisch und ist sehr gut bei den Zuschauern angekommen. Viele haben ihr Lob ausgesprochen. Man konnte jede Tracht studieren, sie sich in Ruhe ansehen. Die Präsentation der Burzenländer Trachten war so weitläufiger, mit mehreren von einer Art, nicht wie bisher gewohnt, immer nur mit ein paar wenigen pro HOG. Trotz vereinzelter Regentropfen hat es wieder riesig Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf's nächste Jahr.

Danke den Trachtenträgern, vor allem den vielen Jugendlichen, die immer wieder gerne mitmachen.

Renate Götz


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