Satzung der Neustädter Nachbarschaft in Deutschland


§1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der aus ehemaligen Neustädtern, deren Familienangehörigen und Nachkommen gebildete unabhängige Verband führt den Namen „Neustädter Nachbarschaft in Deutschland” (kurz: Neustädter Nachbarschaft).
  2. Sitz ist der Wohnort des jeweiligen Nachbarvaters.
  3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2 Zweck Die Neustädter Nachbarschaft hat den Zweck:
  1. das Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander und mit der ehemaligen Heimatgemeinde zu pflegen und zu fördern,
  2. bedeutende Ereignisse im Leben der Nachbarschaft und ihrer Mitglieder zu würdigen und zu ehren,
  3. die siebenbürgisch-sächsischen, vor allem aber die Neustädter Traditionen, Bräuche und Werte der Geschichte lebendig zu halten, sicherzustellen und bekanntzumachen,
  4. im Sinne der Nachbarhilfe den Bedürftigen im Rahmen der Möglichkeiten zu helfen.
  5. Die Nachbarschaft ist gemeinnützig und verfolgt keine wirtschaftlichen Ziele.

§3 Mitgliedschaft
  1. Mitglied der Neustädter Nachbarschaft können ehemalige Neustädter, deren Familienangehörige und Nachkommen sowie andere dieser Personengruppe nahestehende Personen werden, sofern sie sich zu der Gemeinschaft der Neustädter Nachbarschaft bekennen, diese Satzung anerkennen und großjährig sind.
  2. Die Mitgliedschaft wird durch eine schriftliche Beitrittserklärung beantragt und vom Nachbarschaftsverband schriftlich bestätigt. Ein Beitritt ist jederzeit möglich.
  3. Die Mitgliedschaft erlischt durch
    - Tod
    - Austritt
    - Ausschluss.
  4. Der Austritt wird schriftlich bestätigt.
  5. Der Ausschluss wird vom Vorstand beschlossen und dem Betroffenen schriftlich mitgeteilt. Gründe für den Ausschluss sind Verstöße in gröblicher Weise gegen diese Satzung.

§4 Rechte der Mitglieder
  1. Jedes Mitglied hat Anspruch auf die Neustädter Nachrichten (es ist aber sinnvoll, je Familie nur ein Exemplar zu beziehen),
  2. es kann auch andere Vorrechte, die durch Beschluss festgelegt sind, in Anspruch nehmen,
  3. es kann wählen und kann gewählt werden.
  4. Im Todesfall steht jedem Mitglied bzw. seinen minderjährigen Kindern ein Kranz zu, als Ausdruck ehrenden Gedenkens und nachbarlicher Anteilnahme.

§5 Pflichten der Mitglieder
  1. Die Mitglieder anerkennen diese Satzung und unterstützen die Ausführung der gefassten Beschlüsse.
  2. Jedes Mitglied zahlt einen Jahresbeitrag, der durch Beschluss festgesetzt ist. Jugendliche, die sich in der Ausbildung oder beim Grundwehrdienst befinden, sind vom Jahresbeitrag befreit. Nach eigenem Ermessen kann über den festgesetzten Beitragssatz hinaus ein weiterer Beitrag als Spende eingebracht werden. Sind in einer Familie beide Ehegatten Mitglied, wird insgesamt mindestens die doppelte Beitragssumme gezahlt.

§6 Mitgliederversammlung
  1. Die Mitgliederversammlung tritt in der Regel einmal im Jahr zusammen, um wichtige Probleme zu besprechen und Beschlüsse zu fassen. Die Einladung hierzu muss vom Vorstand rechtzeitig erfolgen.
  2. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder, vorausgesetzt die Einladung ist ordnungsgemäß erfolgt.
  3. Alle drei Jahre finden im Rahmen der Mitgliederversammlung Wahlen statt.
  4. Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:
    - Entgegennahme des Rechenschaftsberichts des Vorstandes
    - Entgegennahme der Berichte der Ausschüsse
    - Entgegennahme des Kassenberichtes
    - Entlastung des Vorstandes
    - Bildung oder Bestätigung sowie Auflösung von Ausschüssen
    - Festsetzung der Höhe des Jahresbeitrages
    - Wahl des Vorstandes
    - Wahl des Wahlausschusses
    - Wahl von zwei Rechnungsprüfern
    - Annahme und Änderung der Satzung
    - Auflösung der Neustädter Nachbarschaft

§7 Vorstand
  1. Der Vorstand besteht aus dem:
    - Nachbarvater als Vorsitzenden
    - Nachbarvaterstellvertreter
    - Schriftführer
    - Kassier und Sachverwalter
    - Jugendvertreter
  2. Außer dem Nachbarvater und seinem Stellvertreter können die anderen Vorstandsämter, in begründeten Fällen, in Doppelbesetzung ausgeübt werden, z.B. von beiden Ehegatten.
  3. Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung nach der beschlossenen Wahlordnung einzeln und in direkter geheimer Wahl auf drei Jahre gewählt.
  4. Wiederwahl ist möglich.
  5. Fällt während der Amtszeit ein Vorstandsmitglied aus, rückt das Mitglied mit der zweithöchsten Stimmenzahl bei der Wahl für dieses Amt nach. War kein weiteres Mitglied nominiert oder ist das Mitglied bereits in ein anderes Amt gewählt worden, so kann der Vorstand ein anderes Mitglied für den Rest der Amtszeit des Ausgeschiedenen berufen.
  6. Der Vorstand leitet die Neustädter Nachbarschaft hinsichtlich der Erfüllung des durch diese Satzung festgeschriebenen Zwecks.
  7. Für besondere Aufgaben, die nicht an ein bestimmtes Vorstandsamt gebunden sind, bildet er Ausschüsse oder beauftragt damit einzelne Mitglieder.
  8. Mitglieder, die nicht dem Vorstand angehören, können zur Mitarbeit und zur Beratung des Vorstandes herangezogen werden.
  9. Alle Funktionen innerhalb der Nachbarschaft sind ehrenamtlich. Lediglich die in Ausübung übernommener Aufgaben entstandenen und nachgewiesenen Ausgaben werden im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten erstattet.

§8 Aufgaben des Nachbarvaters
  1. Dem Nachbarvater obliegt die Leitung des Vorstandes im Sinne dieser Satzung.
  2. Er trifft alle Entscheidungen, die nicht anderen Organen vorbehalten sind.
  3. Er ist zeichnungsbefugt.

§9 Aufgaben des Nachbarvaterstellvertreters
  1. Er vertritt den Nachbarvater im Verhinderungsfalle.
  2. Im Rahmen einer Arbeitsteilung kann er bestimmte Aufgaben übernehmen.
  3. Er ist zeichnungsbefugt.

§10 Aufgaben des Schriftführers
  1. Er ist verantwortlich für die Redaktion der „Neustädter Nachrichten”,
  2. er führt Protokoll über wichtige Besprechungen des Vorstandes und über die Mitgliederversammlung,
  3. er sorgt für die Bekanntmachung der gefassten Beschlüsse,
  4. er versorgt die Mitglieder mit Informationen und Lektüren, die dem in dieser Satzung festgeschriebenen Zweck dienen,
  5. er wirbt um neue Mitglieder,
  6. er berichtet zu gegebenem Anlass über seine Tätigkeit.

§11 Aufgaben des Kassiers und Sachwalters
  1. Er führt Buch über die Beitrags- und Spendeneingänge.
  2. Als Zeichnungsbefugter tätigt er alle finanziellen Transaktionen und führt Buch darüber.
  3. Er achtet auf Ausgewogenheit zwischen Einnahmen und Ausgaben,
  4. er führt die Mitgliederübersicht,
  5. er verwaltet den Vermögensbestand der Nachbarschaft,
  6. er berichtet zu gegebenem Anlass über den Kassenstand und seine Tätigkeit.

§12 Aufgabe des Jugendvertreters
  1. Er vertritt die Interessen der Jugendlichen und setzt sich für eine angemessene Berücksichtigung ihrer Probleme im Rahmen der Nachbarschaft ein.
  2. Er ist zuständig für die Anregung zu eigenen Aktionen, die dem in dieser Satzung festgeschriebenen Zweck dienen (z.B. Freundschaftsveranstaltungen, Jugendtreffen, Ausflüge, gemeinsamer Urlaub, gemeinsame Besuchsreisen in die alte Heimat bzw. in die ehemalige Heimat ihrer Eltern oder Großeltern, Vorbereitung eigener Programme für die regionalen Großtreffen der Nachbarschaft usw.).

§13 Rechnungsprüfer
  1. Die von der Mitgliederversammlung gewählten zwei Rechnungsprüfer überprüfen gemeinsam alle drei Jahre unmittelbar vor den Vorstandswahlen das Kassengebaren und geben der Mitgliederversammlung darüber einen Bericht.
  2. Die Rechnungsprüfer dürfen nicht dem Vorstand angehören.

§14 Regionalvertreter
  1. Zur besseren Erfassung und Abwicklung regionalbedingter Probleme und Verpflichtungen wird von den in der jeweiligen Region wohnhaften Mitgliedern auf unbegrenzte Zeit je ein Regionalvertreter gewählt.
  2. Die Regionalvertreter arbeiten eng mit dem Vorstand zusammen.

§15 Ausschüsse
  1. Für die Durchführung bestimmter Aufgaben kann die Nachbarschaft Ausschüsse bilden. Die Bildung der Ausschüsse und die Benennung von Mitgliedern hierfür erfolgt entweder durch die Mitgliederversammlung oder durch den Vorstand.
  2. Durch den Vorstand gebildete Ausschüsse sind auf der nächsten Mitgliederversammlung von dieser zu bestätigen.
  3. Der Ausschussleiter wird von dem Vorstand oder der Mitgliederversammlung ernannt. Er ist verpflichtet, den Vorstand und die Mitgliederversammlung über Erfolg und Abschluss der Ausschussarbeit zu informieren.
  4. Die Auflösung der Ausschüsse erfolgt durch die Mitgliederversammlung nach Erledigung der Aufgabe und Berichterstattung.

§16 „Neustädter Nachrichten”
  1. Der Herausgeber der „Neustädter Nachrichten” ist die Neustädter Nachbarschaft. Die „Neustädter Nachrichten” unterstützen die Verwirklichung der aus §2 abgeleiteten Aufgaben der Neustädter Nachbarschaft.
  2. Der Schriftführer (§10) ist auch zugleich der Schriftleiter der „Neustädter Nachrichten”.

§17 Inkrafttreten der Satzung
  1. Die Satzung tritt nach ihrer Annahme durch die Mitgliederversammlung in Kraft.
  2. Die Annahme wurde beschlossen auf der Mitgliederversammlung am 30. Mai 1982 in Dinkelsbühl.