Geschichte

Ur- und Frühgeschichte

Mehrere archäologische Funde bezeugen die Besiedlung der Ortsgemarkung seit der Jungsteinzeit: Auf dem Gebiet von Neustadt wurden Tonscherben der Turdas-Kultur gefunden und auch eine Siedlung der Cotofeni-Kultur identifiziert. Eine Siedlungsfläche, die Bewohnungsspuren vom Ende des Neolithikums (Ariusd-Kultur) und der Übergangsetappe zur Bronzezeit (Cotofeni-Kultur) aufweist, wurde in der Zwischenkriegszeit auf dem Büchel (sächs. „Bajchel”) entdeckt.

1906 wurden beim Ackern zwölf Bronzesicheln gefunden, die mit einem Kupferdraht zusammengebunden waren. Es wird vermutet, dass es sich bei dem Fundort um das Feld westlich der Tonfabrik handelt, da an dieser Stelle Spuren einer Siedlung aus der späten Bronzezeit und der Hallstattzeit identifiziert wurden.

Ein in Neustadt entdecktes römisches Bronzegefäß, das anscheinend noch vor der Eroberung Dakiens auf Handelswegen zu den Cumidavenser Dakern gelangte, befindet sich im Brukenthalmuseum. Auch eine spätrömische Siedlung wurde während archäologischer Grabungen im Bahngässchen entdeckt und erforscht. Ein Eisenanhänger, der für den Stamm der Karpen kennzeichnend ist, wurde auf dem Büchel entdeckt. Das Stück kann mit dem in den Jahren 242 und 241 erfolgten Einfall dieses Stammes in Verbindung gebracht werden.

Geschichte

Trotz vieler Katastrophen (Plünderungen, Feuersbrünsten, Überschwemmungen, Seuchen) der älteren, trotz Krieg, Flucht, Deportation, Enteignung, Evakuierung der jüngeren Vergangenheit war Neustadt immer eine der bestsituierten Gemeinden im Burzenland.